Wie öffentlich soll Forschung sein: Die Diskussion um den Heidelberger Appell

Mai 14th, 2009 | By admin | Category: Allgemein

Wie öffentlich soll Forschung sein? Welche Rechte sollen Autoren an ihren (wissenschaftlichen) Texten haben? Das sind die Grundfragen um die es sich bei der aktuellen Diskussion um den Heidelberger Appell dreht.
Neben großer Zustimmung (vor allem aus dem Bereich der “klassischen” Print- und Offlinemedien) hat der Heidelberger Appell auch heftige Kritik in der Netzgemeinde (und nicht nur dort) hervorgerufen.

Insbesondere die Teilprojekte I und IV unseres Forschungsverbundes verfolgen die Auseinandersetzung mit großem Interesse, denn die Diskussion betrifft grundlegende Fragen unserer Forschung hinsichtlich wissenschaftlicher Kommunikation. Aspkete des Urheberrechts sind eng verbunden mit den Möglichkeiten und Grenzen der Nutzung von neuen digitalen Medienformaten im Kontext interner und externer Wissenschaftskommunikation.

Die jetzt geführte Debatte über urheberrechtliche Fragen ist dabei eigentlich Teil der gesellschaftlichen Suche nach Antworten auf Fragen, die sich aus dem Aufkommen neuer internetbasierter Kommunikations- und Publikationskanäle ergeben. Neue Technologien schaffen neue Handlungsoptionen, welche nun einer kollektiven Bewertung unterzogen werden (müssen). Die Diskussion darüber, wie öffentlich wissenschaftliche Publikationen sein dürfen/sollen/müssen und wer am Ende die Rechte an öffentlich finanzierten Forschungsergebnissen hat, ist Ausdruck der gegnwärtigen Unsicherheit über den Umgang mit neuen “Technologien” wie Open Access, Google Books aber auch wissenschaftliche Weblogs und andere Social-Media Formaten.

Links:
Der Heidelberger Appell
Die Gegenposition (1) (Matthias Spielkamp)
Die Gegenposition (2) (Armin Medosch)
Forderung nach internetöffentlichen Wissenschaftlern (Tina Guenther)

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